In diesem Guide wollen wir Euch die verschiedenen Statuslevel im Le Club Accorhotels vorstellen und Euch sowohl zeigen, wie Ihr diese erreicht als auch welche Vorteile sie bringen. So könnt Ihr besser einschätzen, ob sich Le Club Accor für Euch lohnt!

Wir haben Euch neben unserem allgemeinen Guide zum Le Club Accor Programm bereits ausführlich vorgestellt wie Ihr Punkte sammeln könnt und wie Ihr diese im Idealfall auch wieder einlöst. Nun ist es an der Zeit, sich ausführlich damit zu beschäftigen, was der Status im Le Club Accorhotels bringt. Dazu wollen wir für Euch zuerst einen  Blick auf die verschiedenen Statuslevel bei Accorhotels werfen.

Welche Statuslevel gibt es im Le Club Accorhotels?

Grundsätzlich gibt es im Le Club Accorhotels insgesamt vier Statuslevel. Diese erreicht Ihr über diese Schwellen:

  • Classic (keine Voraussetzungen)
  • Silber (10 Nächte oder 2.000 Statuspunkte im Jahr)
  • Gold (30 Nächte oder 7.000 Statuspunkte im Jahr)
  • Platinum (60 Nächte oder 14.000 Statuspunkte im Jahr)

Grundsätzlich gilt dabei ähnlich wie bei Miles and More immer das Kalenderjahr als Gradmesser. Ihr müsst die genannten Hürden also vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 nehmen. Sofern Ihr einen Status innerhalb des Jahres erreicht, werdet Ihr automatisch hochgestuft. Gültig ist der Status dann immer bis zum 31. Dezember des Folgejahres. Der Statuserhalt läuft genauso ab, Ihr müsst weiterhin die jeweiligen Hürden innerhalb eines Kalenderjahres nehmen. In Deutschland habt Ihr zudem die Möglichkeit, Euch den Status im Le Club Accorhotels für 90 Euro im Jahr durch den Kauf der ibis Business Card zu sichern.

Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg
Bei Fairmont erhaltet Ihr aktuell noch keine Statusvorteile

Zu bedenken gilt, dass der Status bei Accorhotels Euch ausschließlich Vorteile in Hotels der folgenden Marken bringt:

  • Sofitel (inklusive Sofitel So und Sofitel Legend)
  • Pullman
  • MGallery
  • Grand Mercure
  • The Sebel
  • Novotel
  • Mercure
  • Mama Shelter
  • adagio
  • adagio access
  • ibis
  • ibis Styles
  • Thalassa Sea & Spa

Zum Stand 10/2017 sind damit beispielsweise die Marken Fairmont, Swissotel und Raffles bei jeglichen Statusvorteilen noch außen vor. Dasselbe gilt für regionale Marken wie Quay West Suites. Bei meinem Aufenthalt im Quay West Suites Melbourne wurden mir allerdings dennoch die vollumfänglichen Statusvorteile des Le Club Accor gewährt.

Wie sammelt man Statuspunkte bei Accorhotels?

Wir haben Euch in unserem Guide zum Sammeln von Le Club Accorhotels Punkten bereits vorgestellt, dass es Unterschiede zwischen den verschiedenen zu sammelnden Punkten gibt. Illustriert wird das an dieser Tabelle (Punkte je 10 Euro Umsatz in einem Accorhotel):

Statuspunkte Accorhotels

Ihr seht, dass Ihr die Statuspunkte komplett unabhängig vom jeweiligen Statuslevel vergeben werden. Der Statusbonus wird mittlerweile (seit der letzten Umstellung) nur noch auf Prämienpunkte gewährt, sodass jeder es gleich schwer hat, den Status zu verlängern. Darüber hianus gelten auch mögliche Zusatzpunkte aus Aktionen nicht zur Statusverlängerung.

Durch die genauen Werte lässt sich gleichzeitig gut ausrechnen, was ein Status im Le Club Accorhotels faktisch kostet. Der Einfachheit halber gehen wir dabei davon aus, dass Ihr nur in den höherwertigen Marken (linke Spalte) schlaft:

  • Silber: 10 Nächte oder 800 Euro Umsatz
  • Gold: 30 Nächte oder 2.800 Euro Umsatz
  • Platinum: 60 Nächte oder 5.600 Euro Umsatz

Gerade der Sprung von Gold auf Platinum ist hier noch einmal sehr hoch und wirft dabei durchaus Fragen auf, denn wie wir Euch im nächsten Teil zeigen werden, bringt der Platinum Status im Le Club Accorhotels kaum zusätzliche Vortiele.

Was sind die Statusvorteile im Le Club Accorhotels?

Der Status bei Accorhotels ist insgesamt etwas weniger wertvoll als bei anderen Hotelprogrammen. Die einzigen Vorteile des Standardslevels sind weltweit kostenfreies Internet, der Zugriff auf die Members Rate mit bis zu 10 Prozent Rabatt sowie der Vorabzugang zu exklusiven Angeboten. Etwas interessanter wird das Programm ab dem Silber Status. Dieser bietet über die Standardovorteile hinaus:

  • VIP Check-in
  • Welcome Drink
  • Late Check-out
  • Willkommensgeschenk (nur bei Sofitel)

Mit dem Gold Status sehen die Vorteile schon etwas attraktiver aus. Euch erwarten über die genannten Leistungen hinaus noch diese Vorzüge:

  • Early Check-in
  • Verfügbarkeitsgarantie bis drei Tage vor Anreise
  • Willkommensgeschenk (außer bei adagio access, ibis und ibis styles)
  • Upgrade um eine Kategorie (außer bei adagio access, ibis und ibis styles)
  • Kostenfreie Tageszeitung (nur bei Sofitel)
  • 4 Stunden kostenfreie Nutzung des City Car (nur bei Novotel Suites)

Der Platinum Status bietet zudem die folgenden Vorzüge:

  • Zugang zur Executive Lounge (auf Anfrage und nach Verfügbarkeit)
  • Bügelservice (nur bei Pullman / ein Stück pro Aufenthalt)
  • 10 Prozent Ermäßigung bei Thalassa Spa (sofern vorhanden)
  • 10 Prozent Rabatt in Restaurant & Bar (nur bei Mercure)
  • Kostenfreie Minibar (nur bei MGallery / nur Softdrinks)

Ihr seht selbst, dass die Vorteile auf dem Papier nur sehr wenig wert und zudem sehr kompliziert sind. Gerade die speziellen Vorteile bei bestimmten Marken kann man sich kaum merken. Dazu kommt, dass es viele Leistungen in Accorhotels nur bei Verfügbarkeit gibt. Dazu gehören neben Upgrades auch der Late Check-out, der Early Check-in und sogar der Lounge-Zugang für Mitglieder mit dem höchsten Status. Zudem fällt auf, dass kein Statusgast bei Accorhotels kostenfreies Frühstück erhält. Dieses Benefit gehört beispielsweise beim Hilton Gold Status oder dem Hilton Diamond Status zum Standard.

Wie funktionieren die Statusvorteile in Praxis?

Ich war in der Vergangenheit Le Club Accor Platinum und bin heute dank der ibis Business Card weiterhin Le Club Accor Gold. Wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Levels konnte ich ehrlich gesagt nicht feststellen, weswegen ich den Gold Status durchaus empfehlen kann. Das liegt auch daran, dass die anderen genannten Vorteile, trotz der wenig konkreten “Pflicht” für ein Hotel fast immer gewährt werden. Ich habe in fast jedem Accorhotel auf der Welt ein Upgrade bekommen und hatte auch selten Probleme mit einem frühen Check-in oder Late Check-out.

Sofitel Wellington
Upgrades sind mit dem Gold Status auch bei Sofitel Gang und Gäbe

Die Upgrades sind selten sonderlich großzügig, aber meist gibt es, wie versprochen, ein einfaches Upgrade. Das gilt für alle Ketten von Mercure über Novotel bis hin zu Sofitel und Pullman. Auch ein Willkommensgeschenk habe ich bereits häufig erhalten. Der Willkommensdrink hat meist einen Wert zwischen 5 Euro (Hauswein) und 20 Euro (Cocktail) und ist gemeinhin in höherwertigen Marken etwas wertvoller. Die Gewährung für zwei Personen war noch nie ein Problem.

Sofitel Wellington Welcome Drink
Der Welcome Drink bei Sofitel hat oft einen Wert von bis zu 20 Euro

Der Status bei Accorhotels ist insgesamt sicherlich nicht der beste Status in der Welt der Hotels, aber ein solider “Zweitstatus”, den Ihr an den Orten nutzen könnt, an denen es nur Accorhotels gibt oder die Hotels der Kette schlichtweg die beste Option darstellen.

Fazit zu den Statuslevel im Le Club Accorhotels

Der Status bei Accorhotels wird gerne ein wenig belächelt. Das ist zwar bei einem Blick auf die Fakten durchaus nicht ganz falsch, denn 2.800 Euro Umsatz für die wenigen Vorteile des Le Club Accor Gold Status erscheinen nicht nur auf den ersten Blick zu viel. Doch mit der Möglichkeit den Gold Status für nur 90 Euro zu erwerben, ist das Programm dennoch sehr interessant. Der Gold Status lohnt sich meiner Meinung nach ab etwa fünf Aufenthalten. Wenngleich Accor nur wenige Vorteile bietet, werden diese doch meist problemlos gewährt. Gerade in Kombination mit den wiederkehrenden attraktiven Sales von Accorhotels ergibt sich so ein ordentlicher Gegenwert.

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Autor

Moritz fliegt durchschnittlich an jedem dritten Tag und verbringt noch mehr Nächte in Hotels. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

  • Hi Moritz,
    ich stehe vor der Entscheidung für mein nächstes Projekt entweder Mercures über die Accorseite direkt und damit Statuslevel und Punkte zu sammeln oder die Nächte über Hotels.com zu buchen und die Freinächte abzugreifen. Dabei rechne ich mit Hotelkosten von 100 EUR/Nacht. Was würdest du machen? Aktuell habe ich bei Accor den Gold-Status (soft landing von Platin).
    Besten Dank und Grüße
    Dave

    • Hallo Dave, das ist in der Tat keine ganz einfache Frage. Bei Hotels.com erhälst du eine Rückvergütung von 9,3 Prozent (da ja nicht die 10., sondern die 11. Nacht umsonst ist). Auch das ist aber nur ein Idealfall, da du diesen “Rabatt” nur dann bekommst, wenn du die Freinacht sozusagen 1:1 zum jeweiligen Wert einlösen kannst. Ich würde also realistisch eher mit 8 Prozent Rückvergütung rechnen.

      Bei Accorhotels ist die Rückvergütung ebenfalls monetär geregelt. Bei Mercure erhälst du je 37 Punkte für 10 Euro Umsatz. Da 2.000 Punkte bei normaler Einlösung 40 Euro entsprechen, liegt die Rückvergütung bei 7,4 Prozent. Hier spielt die ideale Lösung aber weniger eine Rolle, weswegen man den Bonus druchaus korrekt so rechnen kann. Dazu kommen dann die Vorteile durch den Status (Upgrade, Welcome Drink, …), die jetzt bei Mercure nicht gerade enorm sind, aber besser als nichts.

      Insgesamt würde ich mich eher für die Buchung direkt bei Accor entscheiden. Wirklich groß ist der Unterschied meiner Meinung nach aber nicht.

    • Hey Fred, das unterscheidet sich je nach Hotel. In Europa fallen die Geschenke meist eher bescheiden aus, ein paar Süßigkeiten, Obst, hin und wieder mal eine kleine Flasche Wein oder Sekt. Gewöhnlich sind die Geschenke bei den höherwertigen Marken auch etwas besser. Gerade bin ich in einem Novotel, hier gibt es vier kleine Bonbons… Ansonsten habe ich aber auch schon in einem Sofitel Legend nur eine Mango bekommen (die allerdings lecker war). In Asien habe ich aber auch schon mal eine 15-minütige Massage bekommen. Im Prinzip würde ich da allerdings eher weniger als mehr erwarten 😉

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