Die Pandemie-Lage in Thailand entspannt sich nicht. Im Gegenteil: Wegen steigender Infektionszahlen verschärft die Regierung Thailands Maßnahmen in der Hauptstadt. Die Urlaubsinseln bleiben unberührt.

Thailand wollte als Paradebeispiel einer ganzen Region vorangehen und die ersten Touristen mit sicheren Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf ihren beliebten Ferieninseln begrüßen. Tatsächlich ist die Sandbox wie geplant gestartet, doch hat bereits erste Touristen in die Quarantäne verbannen müssen. In der Hauptstadt des Landes sieht die Lage jedoch noch weitaus kritischer aus. So plant die Regierung weitere Verschärfungen im öffentlichen Leben, wie die Tagesschau berichtet.

Gefahr für die Sandbox?

Schon vor vielen Monaten kündigte die Regierung Thailands mit den zuständigen Tourismusbehörden ihre Pläne zur Grenzöffnung für Touristen an. Die bis heute niedrige Impfquote ließ viele Reisende und Experten jedoch skeptisch zurück. Dennoch öffnete man zunächst die Grenzen Phukets am 1. Juli, vor wenigen Tagen folgte am 15. Juli dann auch mit Koh Samui eine weitere beliebte Feriendestination. Die Einreisebestimmungen sind hart. Mit vollständiger Impfung und diversen Coronatests sind Reisende zunächst dazu verpflichtet, sich für 14 Tage auf der jeweiligen Insel aufzuhalten beziehungsweise diese nicht zu verlassen. Erst danach dürfen auch andere Teile des Landes bereist werden, darunter die Hauptstadt Bangkok.

Phuket Quarantäne

Genau die sieht sich aktuell jedoch weiterhin steigenden Infektionszahlen ausgesetzt, weshalb die Regierung des Landes nun erneut reagieren muss. Täglich werden mittlerweile sogar Neuinfektionen im niedrigen fünfstelligen Bereich vermeldet, zuletzt mussten knapp 150 Tote innerhalb von 24 Stunden verzeichnet werden. Das Gesundheitssystem, vor allem in der Hauptstadt und Umgebung, arbeiten am Rande ihrer Kapazitäten. Deshalb gilt ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre – jegliche Zusammenkünfte und Aktivitäten werden ausdrücklich untersagt und mit harten Strafen geahndet. Auch Demonstrationen gegen die Corona-Politik des Ministerpräsidenten wurden in diesem Rahmen untersagt. Sollte dagegen verstoßen werden, drohen zwei Jahre Haft oder ein Bußgeld von bis zu umgerechnet 1.000 Euro.

Koh Samui Valley

Die neuen Auflagen sollen jedoch ausdrücklich nicht für die bereits geöffneten Feriendestinationen gelten, die im Rahmen der Sandbox erste Touristen empfangen haben. Doch auch hier ist das Leben nur wenige Tage nach der Öffnung nicht mehr so entspannt wie erwartet. Erste Touristen wurden bereits bei der Einreise positiv auf das Virus getestet. Mit einer Erstimpfquote von 14,56 Prozent (Stand: 17. Juli 2021) hat die Impfkampagne in der Zwischenzeit zwar bereits ordentlich an Fahrt aufgenommen, dennoch besteht weiterhin die Gefahr von einer raschen Ausbreitung des Virus.

Fazit zu den Verschärfungen

Thailand kann zwar Mitte Juli einen deutlichen Sprung bei der Impfquote verzeichnen, 15 Prozent bei den Erstimpfungen reichen jedoch nicht aus, um die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen. Deshalb beschließt die Regierung weitreichende Verschärfungen des öffentlichen Lebens in der Hauptstadt Bangkok und Umgebung. Inseln wie Koh Samui und Phuket sollen davon jedoch vorerst nicht betroffen sein.

Autor

Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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    • Und was nützt es, wenn bei den Neuinfektionen über die Hälfte Geimpfte sind? Scheinbar bringen die Impfungen bzgl Infektionszahlen (s. auch Israel) gar nichts. Und solange Länder wie Thailand sich an nichts aussagenden Infektionszahlen orientiert und deshalb das ganze Land an die Wand fährt, steuert Thailand auf eine Katastrophe zu

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