Die Situation in Europa wird immer kritischer, weshalb Länder nach und nach weitere Quarantänepflichten auferlegen. Diesmal trifft es erneut Einreisende aus Deutschland, denn in den Niederlanden wartet auf diese nun eine mehrtägige Quarantäne.

Nach dem Teil-Lockdown in den Niederlanden, der seit Mitte Oktober gilt, folgen weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ende Oktober wurden immer mehr deutsche Bundesländer von den Niederlanden als Risikogebiete ausgewiesen. Die Einstufung als gesamtes Risikogebiet bringt nun Quarantäne-Regelungen für deutsche Einreisende mit sich, wie fvw berichtet.

Quarantäne für Deutsche bei Ein- und Ausreise

Seit Ende Oktober galten einzelne deutsche Gebiete in den Niederlanden als Risikogebiete. Darunter zählten Berlin, Frankfurt am Main, Bremen, München, Düsseldorf, Köln, Aachen, Stuttgart, Essen und Mannheim. Reisende, die aus diesen Risikogebieten kamen, mussten sich in Quarantäne begeben. Nun gilt seit dem 3. November ganz Deutschland als Risikogebiet. Deutsche Einreisende müssen demnach bei der Einreise in die Niederlande zehn Tage in Quarantäne. Dabei ist es jedoch egal, ob man sich in eine häusliche Quarantäne oder eine Selbstisolierung in einer Ferienunterkunft begibt. Flugreisenden sind darüber hinaus auch dazu verpflichtet, ein Gesundheitsformular vor dem Reiseantritt auszufüllen.

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Das Auswärtige Amt hat jedoch bereits Mitte Oktober ebenfalls die gesamten Niederlande als Risikogebiet eingestuft. Für die deutschen Reisenden bedeutet dies konkret, dass sie sowohl nach der Einreise in den Niederlanden als auch nach der Abreise in Deutschland in Quarantäne gehen müssen.

Die Grenzen zwischen beiden Ländern bleiben indes aber weiterhin offen. Grenzkontrollen finden nicht statt und Transitreisen bleiben laut Auswärtigem Amt ebenso bestehen.

Teil-Lockdown in den Niederlanden seit 14. Oktober

Da das Coronavirus auch in den Niederlanden stark wütet, befinden sich alle Einwohner bereits seit dem 14. Oktober in einem Teil-Lockdown. So wird aktuell das öffentliche Leben eingeschränkt, indem Kneipen, Cafés und Restaurants geschlossen sind und der Verkauf von Alkohol nach 20 Uhr verboten ist. Bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Maskenpflicht, ebenso in anderen öffentlichen Gebäuden, wie Geschäfte oder Museen. Einzelhandelsgeschäfte schließen ebensp spätestens um 20 Uhr. Weiter Regelungen der Niederlande zum Teil-Lockdown hat das Auswärtige Amt zudem auf ihrer Internetseite aufgeführt.

Damit reagiert die Niederlande auf die weiterhin steigenden Zahlen im Land, denn europaweit zählen diese zu den Staaten mit den meisten Corona-Neuerkrankungen. So gibt es Gebiete, wie zum Beispiel Südholland, in denen sich in den vergangenen zwei Wochen fast 1.000 Menschen pro 100.000 Einwohner angesteckt haben.

Obwohl Deutschland geringere Infektionszahlen aufweist, befinden auch wir uns im sog. Lockdown Light. So hat das RKI in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Länder als Risikogebiete eingestuft, wobei mittlerweile die meisten europäischen Länder davon betroffen sind.

Fazit zur Quarantänepflicht für deutsche Einreisende

Die neue Quarantäne-Regelung in den Niederlanden erschwert den Aufenthalt für deutsche Einreisende. Umgekehrt bringt die Niederlande als Risikogebiet ebenfalls eine Quarantänepflicht für Rückreisende mit sich. Das heißt von jetzt an, dass deutsche Reisende nach der Einreise in die Niederlande und nach der Ausreise nach Deutschland sich in Quarantäne begeben müssen. Reisen ergeben somit kaum mehr Sinn, oder wie seht Ihr das?

Autorin

Schon als kleines Kind verbrachte Christel jährlich mehrere Wochen auf den Philippinen und konnte dadurch immer mehr zu ihren philippinischen Wurzeln finden. Mittlerweile reist sie gern für neue Geschmackserlebnisse und liebt sogar das Flugzeugessen.

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    • Hallo Mario,

      Transit-Reisen sind weiterhin uneingeschränkt möglich. Das Umsteigen am Flughafen in Amsterdam ohne Verlassen des Flughafens unterliegt laut Auswärtigem Amt nicht der Quarantänepflicht.

      Viele Grüße
      Christel

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