Die Suche nach der besten Kreditkarte für Reisen in die USA muss nicht kompliziert sein. Wir wollen Euch in diesem Guide zeigen, was Ihr bei einer Reise in die USA bedenken müsst, wo Ihr sparen könnt und welche Karte ideal ist, um vor Ort gut versichert zu sein und gleichzeitig nicht draufzuzahlen!

USA Kreditkarte New York

Das reisetopia Team setzt grundsätzlich auf eine Vielzahl an verschiedenen Kreditkarten. Dadurch können wir einerseits von Premium-Vorteilen wie Versicherungen profitieren und zum anderem im In- und Ausland kostenlos Bargeld abheben sowie gebührenfreie Zahlungen vornehmen. Darüber hinaus setzen wir natürlich auch auf Kreditkarten zum Meilen sammeln. Doch für eine Reise in die USA sind andere Aspekte einer Kreditkarte wichtig. Wir wollen Euch deshalb in diesem Guide zeigen, worauf Ihr bei der Wahl einer Kreditkarte für eine Reise in die Vereinigten Staaten achten solltet, egal ob es nach New York, Los Angeles oder Miami geht. Viele wichtige Leistungen sind sogar bei kostenlosen Kreditkarten abgedeckt.

Vorneweg wollen wir Euch zwei Kreditkarten besonders empfehlen. Zum einen die Santander 1plus Visa Kreditkarte, bei der alle relevanten Gebühren wegfallen und keine Jahresgebühr anfällt.

Santander 1plus Visa Card

  • Kostenlose Kreditkarte  dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Kostenlose Bargeldabhebungen weltweit
  • Erstattung von Automatenentgelten
  • Kostenlose Zahlungen weltweit
  • Kostenfreie Partnerkarte
  • 1 Prozent Rabatt beim Tanken

Zum anderen das Barclaycard Platinum Double, das im ersten Jahr ebenfalls kostenlos ist. Die wichtigsten Leistungen sind in umfangreichen Versicherungen, kostenlosen Abhebungen und einem Wegfall der Fremdwährungsgebühr zu finden.

Barclaycard Platinum Double

  • Kostenlose Bargeldabhebungen weltweit
  • Kostenlose Zahlungen weltweit
  • Kostenfreie Platinum-Partnerkarten
  • Reiserücktritts-Versicherung
  • Auslandsreise-Krankenversicherung
  • Mietwagenvollkasko-Versicherung
  • keine Jahresgebühr im ersten Jahr

Warum ist eine Kreditkarte in den USA so wichtig?

Die USA sind so etwas wie das Mutterland der Kreditkarte. Wenn Ihr in die USA fliegt, werdet Ihr das schnell merken. Bei fast jedem Händler und in jedem Restaurant werden Kreditkarten akzeptiert. Bargeld spielt zwar dennoch eine Rolle, mit einer Kreditkarte könnt Ihr aber wirklich fast überall bezahlen. Entsprechend bietet es sich in jedem Fall an, eine passende Karte im Portemonnaie zu haben. Das ist auch deshalb wichtig, weil Girokarten keineswegs überall akzeptiert werden. Girokarten ohne ein Maestro-Symbol werden in den USA sogar generell nicht akzeptiert. Hat Eure Girokarte also etwa ein V-Pay Logo, könnt Ihr weder bezahlen noch kommt Ihr an Bargeld.

Gerade deshalb ist es so wichtig, dass Ihr bei einer Reise in die USA unbedingt auf eine Kreditkarte setzt. Das gilt selbst dann, wenn generell gerne mit Bargeld bezahlt. Wer schon häufiger in den Vereinigten Staaten war, der weiß: Beim Geldwechseln entstehen teils hohe Gebühren, die entweder im Kurs eingerechnet sind oder draufgeschlagen werden. Wer an falschem Ort oder zur falschen Zeit wechselt, muss Währungsverluste von bis zu 20 Prozent hinnehmen. Darüber hinaus ist der Transport von größeren Mengen Bargeld sehr unsicher und kann sogar im Rahmen von Zollvorschriften für Probleme sorgen.

Kreditkarte für Reisen in die USA
Mit einer Kreditkarte spart Ihr bei jeder Reise in die USA

Wer dagegen auf eine Karte von Visa, Mastercard oder American Express setzt, hat zwei entscheidende Vorteile: Die Sicherheit ist enorm, denn in Deutschland ist die Haftung einer Karte auf nur 50 Euro begrenzt. Das bedeutet, dass Ihr bei Zahlungen, die missbräuchlich vorgenommen wurden nur maximal 50 Euro der Schadenssumme übernehmen müsst. Dazu kommt, dass Ihr nicht nur bezahlen könnt, sondern auch einfach und schnell am Geldautomaten an US-Dollar kommt. Dafür benötigt es nicht einmal eine spezielle Kreditkarte, denn fast jede Kreditkarte macht es möglich, dass man weltweit an Bargeld kommt. Man muss sich also nicht nach einer als USA Kreditkarte beworbenen Karte umsehen, sondern kann einfach generell auf die beste Karte für Fernreisen setzen.

Auf welche Aspekte kommt es bei einer Kreditkarte für die USA besonders an?

Wir wollen Euch bei der Entscheidung für eine gute Kreditkarte für die USA weiterhelfen. Dabei gilt es zu aller erst darauf zu blicken, welche Aspekte wirklich wichtig sind. Gerade in drei Bereichen sollten Karten für Fernreisen dabei überzeugen:

  • bei der Abhebegebühr
  • bei der Fremdwährungsgebühr
  • und bei den Versicherungsleistungen

Die Abhebegebühr ist dabei immer wieder dann wichtig, wenn Ihr häufiger an Bargeld kommen wollt. Sofern es Euch auch in den USA wichtig ist, immer Bares dabei zu haben, spielen Abhebungen sicherlich eine wichtige Rolle. Dabei sind die Gebühren von Kreditkarten häufig pauschal, sodass gerade kleinere Summen nur zu horrenden Gebühren abgehoben werden können. Sofern Ihr also aus Sicherheitsgründen mehrfach kleinere Mengen abheben wollt, lohnt es sich besonders, einen Blick auf die Abhebegebühr zu werfen. Um Bargeld herum kommt Ihr in den USA übrigens auch nicht, schon allein weil an jeder Stelle Trinkgeld zum guten Ton gehort. Dieses könnte Ihr leider keineswegs immer einfach mit Kreditkarte bezahlen.

USA Kreditkarte Abhebungen
Bei Kreditkarten kann man sowohl bei Abhebungen als auch bei Zahlungen in Fremdwährungen sparen

Bei den Fremdwährungsgebühren müsst Ihr in den USA ebenfalls sehr vorsichtig sein. Diese Gebühr wird häufig missverstanden. Sie fällt nämlich keineswegs generell außerhalb von Deutschland an, was man beim häufig verwendeten Begriff Auslandseinsatzentgelt oder Auslandseinsatzgebühr häufig annimmt. Stattdessen fällt diese Gebühr nur bei Zahlungen in anderen Währungen an. Bei einer Kreditkarten in den Vereinigten Staaten ist das natürlich besonders relevant, was aber gerne übersehen wird: Auch bei Girokarten fällt eine Fremdwährungsgebühr an. Gemeinhin beträgt die Gebühr 1,5 bis 2 Prozent eines jeden Umsatzes in einer Fremdwährung. Deshalb sollet Ihr auf eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr für Eure Reise in die USA setzen.

Eigentlich noch relevanter als mögliche Gebühren ist eine ideale Absicherung auf Reisen. Sofern Ihr noch nicht anders vorgesorgt habt, solltet Ihr unbedingt eine Kreditkarte mit Reise-Versicherungen beantragen. Gerade in den Vereinigten Staaten ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung unerlässlich. Die deutsche Krankenkasse übernimmt hier nur einen Bruchteil der Kosten, teilweise sogar überhaupt keine. In diesem Fall müsst Ihr zwingend über eine Auslandsreise-Krankenversicherung verfügen, um bestens abgesichert zu sein. Auch eine Reiserücktrittskosten-Versicherung sowie eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung – sofern Ihr einen Wagen mietet – würden wir Euch unbedingt ans Herz legen. Wir raten auch zu einem Blick in unseren Guide zu wichtigen Versicherungsleistungen auf Reisen!

Welche kostenlosen Kreditkarten bieten sich für die Vereinigen Staaten an?

In Deutschland werden großenteils kostenlose Kreditkarten im Internet beantragt. Das ergibt durchaus Sinn, denn im Vergleich zu Karten von Hausbanken bezahlt Ihr weniger und bekommt oft mehr Leistungen. Sogar für Reisen in die USA können kostenlose Karten eine Option sein. Dabei solltet Ihr Euch aber nicht von der Werbung blenden lassen. Die bekannte Barclaycard New Visa ist zum Beispiel alles andere als ideal für eine Reise in die USA. Hier fallen nämlich immer Gebühren für die Zahlung in Fremdwährungen an. Stattdessen solltet Ihr bei Karten ohne Jahresgebühr allen voran darauf achten, dass keine Gebühr für Abhebungen sowie für Zahlungen in Fremdwährungen anfallen. Diese Kriterien erfüllen nämlich leider nur sehr wenige Karten.

Kostnelose Kreditkarte USA
Selbst mit einer kostenlosen Kreditkarte könnt Ihr viel Geld in den USA sparen

Selbst die als Reise-Kreditkarte schlechthin beworbene ICS Visa World Card bietet zum Beispiel keine gebührenfreien Zahlungen in Fremdwährungen. Sofern Ihr aber vor Ort nur Bargeld nutzen möchtet, profitiert Ihr zumindest von generell kostenfreien Abhebungen, bezahlt aber bei diesen natürlich trotzdem die Fremdwährungsgebühr. Besser ist allerdings eine Karte, mit der beide relevanten Leistungen kostenlos sind. Möglich ist das mit drei kostenlosen Kreditkarten:

Alle drei Karten haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der DKB Kreditkarte müsst Ihr mit einem Zwang zum Girokonto leben, die Karte könnt Ihr schlichtweg nicht ohne Girokonto beantragen. Darüber hinaus sind Zahlungen in Fremdwährungen nur für Aktivkunden (mindestens 700 Euro Geldeingang im Monat) kostenfrei. Abhebungen sind allerdings generell kostenlos möglich, allerdings immer nur bei Beträgen von mindestens 50 Euro. Die Gebührenfrei Mastercard Gold wirkt im ersten Moment wie die allerbeste Option: Keine Gebühren für Abhebungen, keine Gebühren für Fremdwährungen und umfangreiche Versicherungen. Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist auch so: Abhebungen sind nämlich nicht direkt kostenlos, vielmehr fallen für jede Abhebung Zinsen an. Wer die Kartenabrechnung immer wieder schnell ausgleicht, zahlt nur wenige Cent. Dennoch bleiben Kosten und ein Risiko.

Die beste Option ist deshalb die Santander Kreditkarte. Diese Karte ist generell komplett kostenlos und kommt nur mit einer relevanten Einschränkung daher: Die Kartenabrechnung muss immer per Überweisung innerhalb einer bestimmten Frist beglichen werden, ansonsten fallen Zinsen an. Davon abgesehen kann man wirklich von einer perfekten USA Kreditkarte sprechen. Abhebungen sind generell kostenlos, genauso Zahlungen in Fremdwährungen. Darüber hinaus profitiert Ihr von einem Tankrabatt von 1 Prozent. Diesen gib es sonst nur bei den ADAC Kreditkarten, die aber in anderen Kategorien deutlich schlechter abschneiden als die Santander Kreditkarte. Damit aber noch nicht genug: Die 1plus Visa Card ist die einzige Karte in Deutschland, bei der Euch sogar das Automatenentgelt bei Abhebungen erstattet wird. Dieses fällt in den USA an einigen Automaten zusätzlich an und beträgt meist zwischen 2 und 5 Euro pro Transaktion. Eure Bank hat darauf keinen Einfluss, die Santander erstattet das Entgelt dennoch. Gerade deshalb gibt es unserer Meinung nach keine bessere kostenlose Kreditkarte für die USA, einzig die Versicherungsleistungen fehlen.

Santander 1plus Visa Card

  • Kostenlose Kreditkarte  dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Kostenlose Bargeldabhebungen weltweit
  • Erstattung von Automatenentgelten
  • Kostenlose Zahlungen weltweit
  • Kostenfreie Partnerkarte
  • 1 Prozent Rabatt beim Tanken

Gibt es eine perfekte Premium-Kreditkarte für die USA?

Das Team von reisetopia setzt selbst unter anderem auf die prestigeträchtige American Express Platinum Card. Doch lohnt sich diese Karte auch für die USA? Nein, denn auch wenn der Name an eine echte USA Kreditkarte erinnert, ist American Express generell keine gute Wahl für die USA. Zwar gibt es teils tolle Zusatzleistungen und Versicherungen, dafür fallen generell bei allen Karten Fremdwährungsgebühren und Abhebegebühren an. Ihr bezahlt mit einer Karte wie der American Express Gold Card oder der American Express Green Card in den Vereinigten Staaten also generell drauf. Dasselbe gilt übrigens auch die unter Meilen- und Punktefans beliebten Miles & More Kreditkarte Gold.

Kreditkarte USA Versicherungen
Auch wichtige Versicherungen solltet Ihr in den USA nicht verzichten

Das heißt allerdings gleichzeitig nicht, dass alle Premium-Kreditkarten für die USA eine schlechte Wahl wären. Den Blick muss man allerdings allen voran auf die Produkte von Barclaycard und mit Einschränkungen von ICS richten. Allen voran sind diese drei Karten interessant:

Die letztgenannte Kreditkarte von ICS können wir leider nur mit leichten Einschränkungen empfehlen. Das liegt daran, dass eine Fremdwährungsgebühr anfällt. Sofern Ihr allerdings hauptsächlich Bargeld abhebt und kaum in US-Dollar bezahlt, kann die Karte sehr sinnvoll sein. Bei einer Jahresgebühr von nur 35 Euro sind kostenfreie Abhebungen und eine Auslandsreise-Krankenversicherung enthalten. Das sind insgesamt etwas schwächere Leistungen als bei den Barclaycard Kreditkarten, eine mögliche Alternative kann die Karte aber dennoch sein.

Wirklich empfehlen würden wir Euch aber eher die beiden Modelle von Barclaycard, die zudem im ersten Jahr generell kostenlos sind. Das Platinum Double und die Eurowings Kreditkarten Gold haben drei relevante Aspekte gemein:

  • kostenfreie Abhbeungen in den USA und weltweit
  • gebührenfreie Zahlungen in Fremdwährungen wie US-Dollar
  • umfangreiche Versicherungsleistungen

Während kostenlose Abhebungen und gebührenfreie Zahlungen als grundsätzliche Leistungen bei beiden Karten gelten, gibt es ansonsten einen Unterschied. Beim Platinum Double ist das Versicherungspaket noch umfangreicher und enthält neben einer Auslandsreise-Krankenversicherung auch eine Reiserücktrittskosten- und eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung. Bei den Eurowings Gold Kreditkarten sind dagegen nur die Auslandsreise-Krankenversicherung und die Mietwagen-Vollkaskoversicherung enthalten, auch die wichtige dritte Versicherung müsst Ihr verzichten. Dafür sammelt Ihr allerdings mit jedem Euro Umsatz eine Meile und zahlt zudem eine geringere Jahresgebühr (69,99 statt 99 Euro). Die Jahresgebühr fällt generell aber erst ab dem zweiten Jahr an. Beide Karten könnt Ihr also komplett kostenlos testen. Sofern es Euch auf die Meilen nicht ankommt, wäre das Platinum Double zweifelsfrei unsere Empfehlung für eine gute Premium-Kreditkarte für die USA!

Barclaycard Platinum Double

  • Kostenlose Bargeldabhebungen weltweit
  • Kostenlose Zahlungen weltweit
  • Kostenfreie Platinum-Partnerkarten
  • Reiserücktritts-Versicherung
  • Auslandsreise-Krankenversicherung
  • Mietwagenvollkasko-Versicherung
  • keine Jahresgebühr im ersten Jahr

Fazit zur besten Kreditkarte für die USA

Die Suche nach einer Kreditkarte für die USA wirkt im ersten Moment kompliziert. Wer allerdings auf die wichtigsten Aspekte achtet, findet schnell eine ideale Karte. Besonders die Abhebe- und Fremdwährungsgebühr solltet Ihr im Auge behalten, um vor Ort zu sparen. Darüber hinaus können Versicherungsleistungen ein sehr wichtiger Aspekt, wenn Ihr noch nicht anderweitig vorgesorgt habt. Unsere Empfehlungen wären deshalb ganz klar die 1plus Visa Card ohne Versicherungen oder das Barclaycard Platinum Double mit Versicherungen. Falsch machen könnt Ihr mit keiner der beiden Karten etwas, denn eine bessere USA Kreditkarte werdet Ihr kaum finden!

Lust auf mehr reisetopia Artikel? Dann folgt uns:

Autor

Moritz fliegt durchschnittlich an jedem dritten Tag und verbringt noch mehr Nächte in Hotels. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

  • … übrigens benötigt man kein Girokonto bei der Deutschen Bank um weltweit kostenlos Geld abzuheben. Es tut auch die kostenlose Sparcard der Deutschen Bank 😊

  • Noch ein Tipp für Nordamerika: Ich selbst bin seit 20 Jahren (immer noch) treuer Kunde der Deutschen Bank und als DB Kunde gibt es zwei interessante Optionen, die lohnenswert sind:

    1. Die normale deutsche EC-Karte kann in den USA und Kanada zur Barabhebung genutzt werden. Die Abhebungen von den Partnerbanken sind komplett zu 100% kostenfrei und bieten den tagesaktuellen Umrechnungskurs ohne Gebühren. Die Partnerbanken sind in den USA die Bank of America und in Kanada die Scotiabank. Beide Banken haben in ihrem Raum eine Abdeckung wie bei uns die Sparkassen und in Kanada findest Du in JEDEM 7Eleven Markt und in jeder Tankstelle einen Automaten der Scotiabank – diese verlangen keinerlei Gebühren. Ich bin öfters in Kanada und mein erster Weg am Airport ist immer ein 7Eleven Laden, einmal um Bargeld zu ziehen und zum anderen, weil man dort Nahverkehrskarten bekommt. Hier erübrigt sich also die Sorge um Auslandsentgelt bei Barabhebungen. Die Abhebung wird wie eine normale Geldabhebung vom Girokonto daheim verbucht, nur mit dem Unterschied, dass ein Umrechnungskurs angegeben ist. Ich ziehe seit 2006 in Kanada Geld über meine DB Karte und habe bis heute keinen Euro Gebühren bezahlt. Kostenfrei Geld abheben im Ausland als Kunde der Deutschen Bank ist möglich in Deutschland, Italien, Polen, Portugal und Spanien jeweils in Filialen der Deutschen Bank, in GB bei allen Automaten der Barclays Bank und in Frankreich bei allen Automaten der BNP Paribas. Die kanadische Scotiabank ist noch in Chile, Mexiko und Peru und in allen Karibik-Staaten tätig, in Australien und Neuseeland bei Westpac, in Türkei bei TEB und in Afrika bei BNP und Barclays.

    2. Die Deutsche Bank bietet ihren Kunden zwei interessante Kreditkartenmodelle an: Die DB Mastercard Gold beinhaltet eine Auslandskrankenversicherung, die die gesamte Familie einschließt und nicht zur Bedingung hat, dass die Reise über sie gebucht wurde. Die Karte erhaltet Ihr als Kunden des Best Kontos zum Konto gratis dazu. Für Nicht-Kunden uninteressant, weil mit 82,- € Jahresgebühr viel zu teuer. Das zweite interessante Produkt ist die DB Mastercard Travel: Diese Karte beinhaltet alle erwartbaren Leistungen für das Ausland: Keine Gebühren für den Auslandseinsatz, inkludierte Versicherungen (Auslands KV, Reisegepäck V, Reiserücktritts- und abbruch V). Manko: Diese Karte kostet 94,- € pro Jahr für Nichtkunden und auch Kunden müssen etwas zahlen, nämlich 60,- € im Jahr. Ich selbst nutze gerade die Eurowings Gold Card, werde aber ab dem zweiten Jahr, wenn die Eurowings Karte mich 79,- € kosten wird, auf die Travel Mastercard meiner Hausbank setzen.

    Fazit: Als Kunde der Deutschen Bank kannst Du weltweit kostenlos Geld abheben – Daumen auf ! Nachteile bei der Deutschen Bank sind aber ganz klar die hohen Jahresgebühren und das fehlende Bonusprogramm.

    Dann noch etwas zur Eurowings Karte: Auf Grund der vielen Werbung hier habe ich diese im Januar beantragt. Bis heute habe ich die versprochenen 10.000 Meilen trotz Aktion immer noch nicht bekommen. Außerdem ist das Boomerang Programm der Eurowings der letzte Schei…. Da man außer über den einen Punkt pro € Umsatz und den läppischen Flugmeilen bei Eurowings kaum Möglichkeiten hat Punkte zu sammeln, steige ich hier demnächst aus. Miles & More und Payback in Kombo hat mir seit Januar schon durch diverse Aktionen 50.000 Meilen eingebracht. Eure Tipps hier auf der Seite sind echt Gold wert !

    • Hallo Kai, erstmal vielen Dank für das Lob unserer Arbeit. Ebenfalls vielen Dank für den sehr wertvollen Tipp. Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass das Netzwerk der Partnerbanken von der Deutschen Bank ganz so weit geht. Ob die Einschränkung der Geldautomaten dann am Ende ein PRoblem ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Dennoch ist die Möglichkeit in jedem Fall genial! Interessant ist da ggf. auch noch die Deutsche Bank Mastercard Platinum mit Priority Pass, die wir hier genauer unter die Lupe genommen haben: https://reisetopia.de/deutsche-bank-mastercard-platin/

      Zum Thema Eurowings: Bei uns hat zwar alles problemos geklappt, wir haben aber von Zeit zu Zeit von Problemen gehört. Sofern die Punkte weiterhin nicht bei dir eingetroffen sind, kannst du mir gerne eine E-Mail an moritz@reisetopia.de schicken und ich helfe dir dabei, an die Punkte zu kommen!

  • Super! Vielen Dank für die ebenso schnelle wie kompetente Antwort! Für mich fasse ich das dann mal so zusammen, dass es davon abhängt, wie viel Umsatz man mit der Eurowingskarte generieren würde und sich diese nur lohnt, wenn man entweder über generierte Meilen die Zusatzkosten für die extra abzuschließende Versicherung mindestens ausgleichen kann oder man alternativ mit einer geringeren Deckungssumme auskommt.

    Da ich über die AmEx Platinum (danke auch für den Artikel dazu!) abgesichert bin, wird es bei mir für den Auslandseinsatz wohl die Eurowings-Karte werden.

    Mercí!

    • Sehr gern! Wenn du die Amex Platinum hast, halte ich das in der Tat für eine sehr gute Option. Ich nutze genau dieselbe Kombination (zusätzlich unter anderem noch eine Miles & More Kreditkarte) 🙂

  • Danke für den guten Artikel! Was sich mir aber noch nicht ganz erschlossen hat, ist, warum der Artikel so stark auf die USA abstellt. Gilt nicht alles was ihr ansprecht und vergleicht auch sonst weltweit unabhängig von Land und Währung solange es sich nicht mehr um die Euro-Zone handelt?
    Sollte ich hier etwas missverstanden haben würde mich interessieren, ob ihr dann für den weltweisen Gebrauch (ohne USA-Fokus) noch einen anderen Tipp habt.

    Außerdem hätte ich noch eine Frage dazu, warum ihr am Ende eher die Barclaycard Platinum Double empfehlt als die Eurowings-Kreditkarte. Klar…die Reiserücktrittversicherung fehlt bei der Eurowings-Karte aber die kann man z.B. beim ADAC oder diversen Versicherern für wenige Euro extra abschließen, wann man das möchte. Die Versicherung allein rechtfertigt also nichtmal oder nur knapp die Preisdifferenz Gleichzeitig sammelt man mit der Barclaycard keine Meilen, was in Euro umgerechnet durchaus gewisse Opportunitätskosten produziert. Selbst bei nur wenigen Reisen und somit wenig Umsatz entsteht so wie ich das jetzt sehe insgesamt ein klarer Vorteil für die Eurowings-Karte. Daher auch hier wieder die Frage: Habe ich irgendetwas nicht richtig verstanden?

    • Hallo T., erst einmal vielen Dank für die positiven Worte. Dass sich der Artikel auf die USA bezieht, liegt allen voran an der Relevanz. Wir planen ähnliche Guides auch für andere Regionen, da sich durchaus gewisse Abweichungen ergeben (etwa weil Versicherungen mehr oder weniger relevant sind oder Automatenentgelte anfallen oder nicht). Dennoch liegst du natürlich richtig, dass sich die Ergebnisse generell auch auf andere Nicht EU-Länder übertragen lassen.

      Nun zum Thema Platinum Double vs. Eurowings Gold. Die entscheidenden Unterschiede liegen hier tatsächlich bei den Versicherungen, für Reisen insbesondere der Reiserücktrittskostenversicherung. Diese ist unserer Meinung nach allein der Deckungssumme wegen (für alle Teilnehmer der Reise bei über 10.000 Euro) die zusätzliche Investition von 30 Euro mindestens wert, trotz des “Verlusts” auf das Meilen sammeln.

      Ich habe mir zum Beispiel mal die genannten Versicherungen beim ADAC angeschaut. Ein individueller Tarif mit 10.000 Euro Deckungssumme kostet hier im bestmöglichen Fall (unter 66) und mit 20 (!) Prozent Selbstbeteiligung schon 211 Euro. Schon bei “nur” 5.000 Euro Deckungssumme liegt der jährliche Betrag bei 105 Euro. Hier kann man das gut nachvollziehen: https://www.adac.de/-/media/pdf/versicherungen/tariftabelle-reiseruecktrittsversicherung.pdf?la=de-de&hash=CA897A109EC08BE40CDC26337843558F0B8EDBCA Genau deshalb finden wir die Reiserücktrittskosten-Versicherung (insbesondere mit der hohen Deckungssumme) beim Platinum Double so wichtig.

      Für weitere Fragen stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung 🙂

Alle Kommentare anzeigen (1)