Im Rahmen der Serie Punkteparadies stellen wir Euch immer wieder faszinierende Möglichkeiten vor, Hotel-Punkte einzulösen. Der heutige Titel mag ein wenig kurios klingen, zeigt allerdings, wie wertvoll die Kombination verschiedener Programme sein kann. Wir wollen Euch hier deshalb zeigen, wie Ihr bei Euren Bahnfahrten zukünftig sparen könnt – dank Hotelaufenthalten!

Accorhotels ist die größte Hotelkette in Europa und besticht insbesondere durch ein sehr breites Portfolio. Zu Accorhotels gehören beispielsweise die Budget-Marken ibis, ibis budget und ibis styles. Gleichzeitig sind die in Deutschland verbreiteten Novotel und Mercure Hotels ein Teil von Accorhotels. Dazu kommen Luxusmarken wie Sofitel, Pullman oder MGallery. Mittlerweile gehören auch Fairmont, Raffles und Swissôtel zur Marke.

Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg
Auch das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten gehört mittlerweile zu Accorhotels

Da diese drei Ketten allerdings noch nicht in das Mitgliedsprogramm aufgenommen wurden, will ich Sie hier erst einmal außen vor lassen. Ab 2018 sollte es dann aber auch in den “neuen” Marken möglich sein, Punkte zu sammeln und weitere Vorteile zu nutzen.

Wie sammle ich Punkte bei Accorhotels?

Wir wollen Euch den Le Club Accorhotels hier bei reisetopia in den kommenden Wochen noch einmal im Detail vorstellen. Dennoch wollen wir im Rahmen von Punkteparadies einen kurzen Einblick in das System des Punktesammelns bei Accorhotels geben. Leider ist die Sache nämlich etwas kompliziert und richtet sich immer nach dem Status und der Hotelmarke:

Reguläre Punktevergabe bei Accorhotels

Ihr seht, dass Ihr für 10 Euro Umsatz zwischen 5 und 44 Punkten sammeln könnt. Wirklich attraktiv ist das Sammeln von Punkten damit im Prinzip nur in den höherwertigen Marken, beginnend bei Mercure und Novotel. Wenn Ihr häufiger bei Accorhotels zu Gast seid, empfehlen wir Euch allein schon auf Grund der höheren Punktegutschrift zudem den Le Club Gold Status, den Ihr in Deutschland für gerade einmal 90 Euro über die ibis Business Card erhaltet.

Sofitel Saigon Plaza Superior Club Room
Bei Luxusmarken wie Sofitel sammelt Ihr mehr Punkte als bei ibis

Die genannten Punktegutschriften bei Accorhotels könnt Ihr gewöhnlich noch ein wenig aufpeppen, indem Ihr an diversen Aktionen teilnehmt. Wir berichten Euch hier auf reisetopia immer wieder über attraktive Möglichkeiten, um zusätzliche Punkte zu sammeln. Teilweise sammelt Ihr so dreifache oder sogar vierfache Punkte und damit bis zu 176 Punkte für je 10 Euro Umsatz.

Was sind die Punkte bei Accorhotels wert?

Die Punkte im Le Club Accorhotels haben einen fixen Wert. Früher konnten 2.000 Punkte in einen 40 Euro Gutschein umgewandelt werden. 1.000 Punkte hatten entsprechend einen Wert von 20 Euro. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Einzig könnt Ihr die Punkte mittlerweile flexibler einlösen, etwa für Online-Buchungen oder die teilweise Begleichung von Rechnungen von Ort. Zudem könnt Ihr die Punkte flexibel zu Partnern transferieren.

Sofitel Saigon Plaza Pool
1.000 Punkte haben einen Gegenwert von 20 Euro

Oft ist das allerdings absolut uninteressant, beispielsweise im Fall des Transfers zur Lufthansa. Hier erhaltet Ihr für je 4.000 Punkte nur 2.000 Prämienmeilen, die wiederum nicht einmal annähernd 80 Euro wert sind. Ähnlich wenig attraktiv ist auch die Umwandlung zu vielen anderen Airline-Partnern. Eine Ausnahme stellt allerdings die Umwandlung von Punkten zur Deutschen Bahn dar.

Warum lohnt sich besonders die Umwandlung zu bahn.bonus Punkten?

Auch das bahn.bonus-Programm wolle wir Euch hier auf reistopia noch genauer vorstellen. Hier allerdings will ich allen voran auf die Umwandlung von Le Club Accor Punkten eingehen. Die Ratio ist damit dieselbe wie bei vielen anderen Währungen: Für 2.000 Punkte ( = 40 Euro) gibt es 1.000 Punkte bei bahn.bonus. Umgewandelt können die Punkte dabei immer in 1.000er-Schritten. Gegenüber Meilen sind die Punkte bei der Bahn aber sehr wertvoll. Dort erhaltet Ihr nämlich regulär nur einen Punkt für jeden ausgegebenen Euro. Um 1.000 Punkte regulär zu erhalten, müsstet Ihr also 1.000 Euro bei der Bahn ausgegeben haben (Sonderaktionen außen vor).

Für 1.000 Punkte ( = 2.000 Le Club Accor Punkte / 40 Euro) könnt Ihr als Online-Ticket (teilweise begrenzte Verfügbarkeit) beispielsweise diese Prämien buchen:

  • einfache Fahrt in der 2. Klasse innerhalb Deutschlands
  • Upgrade in die 1. Klasse für eine Hin- und Rückfahrt innerhalb Deutschlands

Für 3.000 Punkte (= 6.000 Le Club Accor Punkte / 120 Euro) könnt Ihr diese Prämien lösen:

  • kostenfreie Hin- und Rückfahrt in der 1. Klasse innerhalb Deutschlands
  • 6 Gutscheine für flexible Upgrades in die 1. Klasse (personengebunden)

Generell gilt auch hier: Dieser Trick lohnt sich keineswegs immer. Das liegt auch daran, dass die genannten Prämien sich auf die sogenannten Online-Tickets beziehen, die Ihr zwar auch noch am Abfahrtstag buchen könnt, die aber eine Zugbindung vorweisen. Es handelt sich also nicht um flexible Tickets, diese kosten deutlich mehr bahn.bonus Punkte. Die Kontingente zur Einlösung der Tickets mit bahn.bonus Punkten sind allerdings, auch kurzfristig, sehr gut und erlauben Euch auch die Buchung von sehr teuren Zügen. Das gilt teilweise auch dann, wenn nur noch der Flexpreis verfügbar ist.

In welchen Fällen lohnt sich die Umwandlung?

Wer seine bahn.bonus Punkte allerdings geschickt nutzt, kann viel Geld sparen. Ein gutes Beispiel wäre beispielsweise eine Buchung von München nach Sylt in der 2. Klasse Wagenklasse. Ohne BahnCard 25 oder BahnCard 50 kostet eine einfache und flexible Fahrt in der 2. Klasse 145 Euro. Gerade in den Ferien gibt es nur selten Sparpreise, bahn.bonus Prämien sind allerdings meist auch noch einen oder zwei Tage vor der Abfahrt verfügbar. Ihr würdet in diesem Fall also Le Club Accor Punkte im Wert von 40 Euro einlösen und dafür eine Fahrt für 145 Euro kostenfrei erhalten. Eine Ersparnis von über 100 Euro.

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Gerade bei kurzfristigen Buchungen könnt Ihr viel Geld sparen

Gerade auch für die 1. Klasse kann sich eine Einlösung stark lohnen. Anstatt auf der Strecke von München nach Sylt für eine Hin- und Rückfahrt 484 Euro ohne BahnCard zu bezahlen, könnt Ihr 3.000 Le Club Accor Punkte (Wert von 120 Euro) nutzen und damit über 300 Euro sparen. Auch die Gutscheine für ein Upgrade in die 1. Klasse können sich hier enorm lohnen. Der Unterschied zwischen der 1. und 2. Klasse liegt auf der Beispielstrecke und einem flexiblen Ticket bei 97 Euro pro Strecke. Die sechs Gutscheine bringen Euch also Idealfall einen Rabatt von 582 Euro. Rechnet man den Wert der Punkte gegen, hättet Ihr über 450 Euro gespart. Im Prinzip kann man auch anders rechnen: Durch Le Club Accor Punkte kostet Euch ein Upgrade unabhängig von der Strecke immer nur 20 Euro.

Deutsche Bahn Bahn ICE 1. Klasse
Upgrades in die 1. Klasse sind eine sehr attraktive Einlösung

Zu unserem Konzept bei reisetopia gehört es allerdings, Euch realistische Lösungen zu präsentieren. Deshalb empfehlen wir die Umwandlung nur dann, wenn Ihr oft kurzfristige Tickets buchen müsste oder häufiger in den Ferien oder zu Stoßzeiten unterwegs seid. Gerade wenn wenige oder gar keine Sparpreise verfügbar sind und es keine attraktiven Aktionen wie das DB Sommerticket gibt, lohnt sich die Umwandlung von Le Club Accor Punkten stark. Dadurch, dass die Umwandlung nur wenige Tage dauert, habt Ihr allerdings auch eine gewisse Flexibilität.

Fazit zur Umwandlung von Le Club Accor Punkten

Die Umwandlung von Le Club Accor Punkten zur Deutschen Bahn ist eine sehr attraktive Möglichkeit, um beim Bahn fahren viel Geld zu sparen. Nutzt Ihr verschiedene Aktionen beim Sammeln der Punkte und löst diese gleichzeitig für ausgewählten Buchungen bei der Deutschen Bahn ein, könnt Ihr extrem viel Geld sparen. Wenn Ihr beispielsweise 200 Euro Umsatz bei Accorhotels im Rahmen einer Aktion macht und dafür 2.000 Punkte erhaltet, könnt Ihr für diesen Betrag bereits über 100 Euro bei der Deutschen Bahn sparen. So ideal wird es wohl nur selten laufen, das Potenzial ist aber enorm!

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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  • Prima, also weg mit den ungenutzten Accor-Punkten.Bekommt das umsonst mitreisende Kind dann auch automatisch ein upgrade in die erste Klasse, wenn ich mein Ticket von der 2. In die 1. Klasse für 1000 Punkte umwandle?

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