Der gesamte Tourismus ist vom Coronavirus in nie dagewesener Form getroffen worden. Neben Fluggesellschaften sind es im Besonderen auch Hotels, die mit der Situation kämpfen. Doch wie genau sehen die Folgen für die Hotellerie durch das Coronavirus aus?

Die Hotellerie ist ein relevanter Wirtschaftszweig in Deutschland und vielen anderen Ländern. Innerhalb der EU hängen an der Hotellerie mehrere Millionen Jobs, die Zahl der bereitgestellten Übernachtungsmöglichkeiten ist ebenfalls siebenstellig. Doch die gesamte Branche erlebt aktuell einen nie dagewesenen Einbruch, der noch über Jahre nachwirken wird. Die Folgen werden sich dabei schon sehr bald zeigen. Eine wichtige Frage ist dabei aber auch: Wie gravierend fallen die Änderungen aus und sind sie nur temporär oder langfristig? Unsere Recherchen sowie Gespräche mit Hotelliers und Kunden zeigen recht klar: Es wird Veränderungen geben, aber langfristig wird sich die Branche wohl nicht grundlegend ändern. Klar ist auch: Kunden profitieren in den nächsten Monaten und Jahren von deutlich besseren Preisen und Angeboten!

Hotels müssen sich auf ein neues Buchungsverhalten einstellen

Langfristig ändern wird sich in Folge der Krise rund um das Coronavirus mit Sicherheit das Buchungsverhalten von Kunden. Während bei Flügen Vorauszahlungen seit jeher die Regel sind, gibt es bei Hotels üblicherweise eine echte Wahl – die Rabatte für eine Anzahlung und damit meist eine nicht stornierbare Rate liegen vielfach bei nur 5 bis 15 Prozent. Wenngleich die meisten Hotelketten anders als Fluggesellschaften problemlos erstattet haben, ist manch ein Kunde doch auf seinen Kosten sitzen geblieben. Ob unter diesen Vorzeichen in Zukunft wieder Buchungen mit Vorauszahlung getätigt werden, steht in den Sternen. Manch eine Hotelkette verzichtet zumindest temporär auch darauf, solche Buchungen überhaupt noch anzubieten – etwa Hilton oder auch IHG.

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Interessant wird auch, ob Kunden zukünftig noch auf die Buchung über Reiseveranstalter setzen werden oder der Trend hin zur Direktbuchung sich verstärkt. Die Erstattung über Veranstalter erwies sich in der Krise als deutlich komplexer, bei Pauschalreisen haben viele Kunden bis heute kein Geld zurückbekommen und sollen das laut den Veranstaltern auch erst einmal nicht – stattdessen soll es analog zu Fluggesellschaften nur Gutscheine geben. Unter diesen Voraussetzungen erscheint es durchaus wahrscheinlich, dass mehr Kunden sich für die direkte Buchung von Hotels entscheiden und nicht mehr den Umweg über eine Pauschalreise gehen. Für Hotels sind das grundlegend positive Nachrichten, denn mehr direkte Buchungen bedeuten auch weniger Kommissionszahlungen.

Hotels in Großstädten werden besonders stark getroffen

Nicht nur die Art der Buchung, sondern auch der Ort der Buchung wird sich in den nächsten Jahren mit einer großen Sicherheit verändern. Experten schätzen den Rückgang bei Geschäftsreisen in der Zukunft auf mindestens fünf bis zehn Prozent – das ist sicherlich noch eine konservative Schätzung. Ob Videokonferenzen die meisten Geschäftsreisen wirklich ersetzen können, ist zweifelhaft. Doch fast alle Beobachter sind sich gleichermaßen sicher, dass es zumindest einen gewissen Rückgang bei Geschäftsreisen in den nächsten Monaten und wohl auch den nächsten Jahren geben wird. Besonders betroffen sein werden davon Hotels in Großstädten.

Für diese wird es zumindest in absehbarer Zeit sogar noch aus anderer Perspektive schwierig: Vermutlich werden Gäste es vorerst bevorzugen, besonders volle Städte wie Venedig oder Paris zu meiden und sich stattdessen eher für Hotelaufenthalte in der Natur zu interessieren. Damit werden auch weniger private Reisende den Weg in die Hotels finden. Als wäre all das nicht genug, brechen auf absehbare Zeit auch Umsätze mit Restaurants, Bars oder Spa-Dienstleistungen weg. Dass sich diese Bereiche mittelfristig erholen, steht außer Frage, doch die Nachwirkungen des Coronavirus könnten auch hier noch lange einen Einfluss auf die Ertragsströme haben.

Rückläufige Preise in Europa und besonders weltweit

Die letzten Jahre waren für die Hotellerie im Großen und Ganzen eine erfolgreiche Zeit, was man auch an einer Vielzahl neuer Eröffnungen sehen konnte. Gleichzeitig konnten Kunden besonders in einigen Trendstädten einen enormen Anstieg der Preise wahrnehmen. In Deutschland hat sich dieser Effekt weniger gravierend gezeigt, besonders bei größeren Events sind die Preise für Hotelbetten aber auch hierzulande stark gestiegen. Ganz besonders in den kommenden Monaten, aber sicherlich auch in den nächsten Jahren, wird der Trend der steigenden Preise vorerst vorbei sein. Stattdessen wird es im Schnitt vermutlich deutlich günstiger, in Hotels zu übernachten. Das gilt für Urlaubsdestinationen genauso wie für Städte, wenngleich Stadthotels aufgrund der oben aufgeführten Effekte zweifelsfrei stärker getroffen und somit wohl noch mehr an der Preisschraube drehen werden.

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Dies erscheint im ersten Moment kurios, denn die Kosten werden für Hotels eher steigen – aufgrund höherer Hygienevorschriften etwa in der Gastronomie oder auch Mehrkosten bei der Reinigung. Doch gleichzeitig müssen die Hotels überhaupt wieder Nachfrage schaffen und diese wird in den kommenden Monaten nicht wieder von selbst steigen. Deutlich reduzierte Preise sind deshalb zwingend erforderlich, um Gäste erneut in die Hotelbetten zu bringen. Im Schnitt sinken die Preise zudem schon deshalb, weil viele Großveranstaltungen wie das Oktoberfest oder die Olympischen Spiele ausfallen oder verschoben werden. Für die Ertragslage von Hotels sind das keine guten Nachrichten. In Tokio konnte man etwa vor wenigen Monaten im Sommer kaum ein Zimmer für unter 1.000 Euro buchen – immerhin sollte Olympia stattfinden – jetzt gibt es selbst Zimmer in Luxushotels für unter 300 Euro.

Für Hotelgäste dagegen wird die Entwicklung sehr interessant, besonders im Luxusbereich. Während das Potenzial für sinkende Preise bei Budgethotels vergleichsweise gering ist, könnten sich bei den Hotels der höheren Kategorie einige hundert Euro sparen lassen – teilweise pro Nacht. Das zeigt sich schon jetzt in einigen Metropolen: In Städten wie London oder Wien lassen sich Hotels für den Sommer für unter 300 Euro buchen, die zuvor fast nie für weniger als 500 Euro zu haben waren. Noch gravierender sinken könnten die Preise in Regionen, die enorm vom Tourismus abhängig sind, die aber gleichzeitig ein schlechteres Gesundheitssystem haben. Selbst wenn die gesundheitliche Gefahr gebannt sein sollte, werden die Gäste schlichtweg noch eine gewisse Angst haben.

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Besonders spüren werden das zweifelsfrei Destinationen in Südostasien. Indonesien wird genauso deutlich günstiger werden wie Ziele in Malaysia, Kambodscha, Thailand oder auch den Philippinen. Noch einmal sinkende Preise wird man auch im sowieso schon gebeutelten Nordafrika sehen. Besonders deutlich wird das bei einem Blick auf Malaysia: Wer jetzt die Preise für den Sommer recherchiert, findet selbst die exklusiven Hotels auf Langkawi für knapp 100 Euro die Nacht – vor der Krise lagen die Preise oft bei 300 Euro oder mehr. In Großstädten ist der Effekt ebenfalls zu sehen: In Kuala Lumpur bekommt man selbst die besten Hotels der Stadt mittlerweile für oft weniger als 100 Euro. Eine Rolle spielen hier zudem auch Schwankungen der Währungen, die in Zeiten wie diesen dafür sorgen, dass Urlaub für Europäer in Ländern mit schwacher Währung noch günstiger werden.

Deutlich mehr Angebote und bessere Loyalitätsprogramme

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass gerade Krisen dazu führen, dass Hotelketten sich auf Themen wie Loyalität und spezielle Angebote zurückbesinnen. Wer in den Monaten und Jahren nach der großen Krise im Jahr 2008 Hotels gebucht hat, der konnte sich auf ein echtes Eldorado an hervorragenden Angeboten freuen: Zwei Nächte zum Preis von einer gab es in dieser Zeit genauso wie die Möglichkeit nach nur einem Aufenthalt bei einer bestimmten Kette eine Freinacht zu bekommen. Dieselbe Entwicklung merken wir auch aktuell bereits, denn die Zahl der Angebote mit kostenfreien Nächte in unserer reisetopia Hotelsuche ist schon jetzt so hoch wie nie – zahlreiche weitere Offerten sollten in den kommenden Wochen dazukommen.

In Verbindung mit den sinkenden Preise entstehen so schier unglaubliche Angebote. Um beim Beispiel unseres Hotelprodukts zu bleiben: Es ist davon auszugehen, dass sich allein in Deutschland einige absolute Luxushotels bei einem Aufenthalt von drei Nächte für weniger als 100 Euro pro Nacht buchen lassen – inklusive Frühstück, einem Upgrade, VIP-Behandlung und einem 100 US-Dollar Guthaben. Zudem können in anderen Ländern mit bislang enorm teuren Städten wie London, Paris oder Rom durch die Kombination von niedrigen Preisen und besonderen Angeboten vermutlich wieder einigermaßen vernünftige Preise erzielt werden – noch vor Monaten war das undenkbar.

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Eine echte Renaissance werden auch die Loyalitätsprogramme erleben. Bei Hotels waren diese zwar auch in den letzten Jahren noch recht attraktiv, in den nächsten Monaten und Jahren allerdings dürften Hotelpunkte dann außergewöhnlich attraktiv werden. Nach der Finanzkrise haben die Loyalitätsprogramme durch verschiedene Angebote und reduzierte Preise für die Einlösung mit Punkten von Zeit zu Zeit dafür gesorgt, dass Hotelzimmer förmlich verschenkt werden. Angebote wie die Point Breaks von IHG könnten wieder herausragend interessant werden, auch Hilton, Marriott & Co werden sich Gedanken machen, um loyale Kunden schnell zurück in die Betten zu locken.

Gleichzeitig wird das Erreichen von einem Status vermutlich einfacher werden – nicht umsonst haben fast alle Ketten diesen bereits um ein Jahr kostenfrei verlängert. Klar ist: Wer das Thema Loyalitätsprogramme im Hotelbereich in den kommenden Monaten im Blick behält, wird den einen oder anderen herausragenden Deal machen können!

Neueröffnungen werden verschoben oder gestrichen

Schon in den letzten Jahren ist in der Hotellerie besonders ein Bereich stark gewachsen: Der Budgetsektor. Deutschland ist für diese Entwicklung ein hervorragendes Beispiel, denn während in den letzten Jahren mehr als zehn Hotels der Hilton-Günstigmarke Hampton by Hilton entstanden sind, hat gerade einmal ein einziges höherwertiges Hotel – der Reichshof in Hamburg – neu eröffnet. Vergleichbar ist die Entwicklung auch bei anderen Ketten, so ist etwa die Marke Holiday Inn enorm gewachsen, ein neues Luxushotel hat IHG nicht eröffnet. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in fast allen Ländern mit relativ weit entwickeltem Tourismussektor und über alle Ketten hinweg. Einzig in Asien wächst der höherwertige Hotelsektor weiterhin – auch weil der Markt hier noch nicht vergleichbar gesättigt ist.

In den meisten Teilen der Welt wird sich diese Entwicklung nicht groß verändern, allerdings werden die meisten Projekte vermutlich verschoben oder gar komplett gestrichen. Bis Hotels wieder nachhaltige Gewinne erzielen können, werden garantiert noch Monate vergehen. Falls es relevante Langzeitfolgen für Tourismus und Geschäftsreisen geben sollte, könnten komplette Kalkulationen in sich zusammenfallen. Entsprechend sollte man davon ausgehen, dass von den angekündigten Hotels für die nächsten Jahre einige nicht realisiert und viele weitere verschoben werden. Auf allzu viele neue Ankündigungen für Hotels sollte man ebenfalls nicht hoffen.

Sauberkeit wird eine wichtigere Rolle einnehmen

Im Internet findet man (natürlich) einige Horrorberichte zum Thema Sauberkeit in Hotels. Gleichwohl sollte man nicht die schlechtesten Beispiele für die Regel halten, doch wer sich schon einmal mit Kalkulationen für die Reinigung von Zimmern beschäftigt hat, weiß: Viel Zeit ist für die Säuberung nicht vorgesehen. Wenn Zimmer im Schnitt teils in weniger als zehn Minuten zwischen einer Ab- und Anreise gesäubert werden müssen, kann es nicht allzu gründlich zugehen. Dass etwa Gläser häufiger nur kurz mit einem Tuch gereinigt werden und Flächen oft nicht regelmäßig abgewischt werden, ist unabhängig von der Sterne-Einstufung eher die Regel als die Ausnahme.

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In Zukunft werden Hotelgäste einen stärkeren Blick auf die Zimmer-Reinigung werfen und darauf bauen, dass Hotels ein garantiert keimfreies zu Hause auf Zeit bieten. Für die Hotels heißt das: mehr Investition in Personal und ein verstärkter Fokus auf diesen Bereich. Ob von dieser Entwicklung am Ende Luxushotels, die schon heute mehr Zeit für die Reinigung allokieren, profitieren werden, bleibt abzuwarten. Aus Perspektive von Kunden erscheinen höherwertige Hotels, bei denen ein sauberes Zimmer einen höheren Stellenwert hat, allerdings für den Moment attraktiver. Ob sich das Buchungsverhalten der Kunden dadurch aber mittelfristig verändern wird, wäre spekulativ.

Interessant ist aber noch ein Blick auf das Spannungsverhältnis zwischen Ketten und individuellen Hotels: Hier spielen die hohen Standards der Ketten im Verhältnis zu ihren Hotels eine große Rolle. Es ist davon auszugehen, dass Hilton, IHG, Marriott & Co. ihren Häusern noch höhere Hygienestandards vorschreiben – mit entsprechend hohen Vertragsstrafen. Das könnte zur Folge haben, dass der Stellenwert der Sauberkeit bei Kettenhotels in Zukunft noch größer sein wird, als bei individuellen Hotels. Kunden könnten sich in der Folge in Hotels der großen Ketten noch mehr darauf verlassen, dass das Thema mit großer Sorgfalt behandelt wird. Die Vormachtstellung der Hotelriesen könnte so weiter wachsen.

Gastronomie und Erholungsbereiche könnten sich nachhaltig verändern

Volle Restaurants oder Fitnessstudios erwartet in den kommenden Monaten wohl niemand. Ein Buffet, an dem sich hunderte Gäste bedienen, ist für die meisten wohl mindestens genauso unvorstellbar. Ob sich daraus auch langfristige Effekte ergeben, kann man aktuell noch nicht sagen, es ist aber zumindest möglich. Viele Hotels haben besonders in Hinblick auf die Gastronomie bereits reagiert und bieten auf absehbare Zeit etwa das Frühstück und auch andere Speisen zeitweise nur noch über den Room Service an. Wenn Restaurants wieder eröffnen, wird es vermutlich deutlich weniger voll und alle Speisen kommen direkt aus der Küche. In Österreich sollen Kellner immer Masken tragen – man merkt also gut, dass die Gastronomie auch in Hotels mindestens in den nächsten Monaten nicht dieselbe sein wird.

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Nachhaltig verändern könnten sich auch Erholungsbereiche, denn genauso wenig wie volle Restaurants kann man sich aktuell ein volles Schwimmbad vorstellen. In Hotels geht es üblicherweise natürlich sowieso etwas weniger bedrängt zu, doch auch das Fitnessstudio im Hotel kann eine echte Quelle für Keime sein – nicht alle Reisenden nehmen es hier mit der Hygiene sehr genau. Die Folge könnte sein, dass die Bereiche auf der einen Seite noch länger geschlossen bleiben und auf der anderen Seite nach der Wiederöffnung noch klar begrenzt sein könnten. Etwa was die Zahl der gleichzeitigen Nutzer oder die intensive Reinigung angeht. Die Folgen des Coronavirus könnten auch hier für eine nachhaltige Veränderung sorgen, denn gerade in den öffentlichen Bereichen wird eine verstärkte Reininung seitens der Hotels wohl immer wichtiger werden.

Fazit zu den Entwicklungen der Hotellerie durch das Coronavirus

Rund um das Coronavirus ist immer wieder auch die Rede davon, dass es zu förmlich epochalen Veränderungen des Tourismus kommen wird. Unsere Recherchen und auch Gespräche mit Hotelliers und Kunden haben das nicht bestätigt. Vielmehr erwarten wir punktuelle Veränderungen, die auf der einen Seite mehr Hygiene bedeuten und zum anderen zumindest auf absehbare Zeit teils stark sinkende Preise bedeuten. Auch Loyalitätsprogramme werden in absehbarer Zeit noch attraktiver. So schwer die Einschnitte des Coronavirus für die Hotellerie aber auch sind, vermutlich wird sich die Industrie in wenigen Jahren wieder vollständig erholt haben.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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  • Eine differenzierte Analyse, die Optimismus verbreitet. Ich denke auch, dass es “nach Corona” darum geht, zum einen dem Kunden Anreize (Preissenkungen) zu geben, zum anderen beim Kunden Hemmnisse/Ängste abzubauen (starke Hygiene-Maßnahmen).

    Auch werden sicher bestimmte Zielländer (Entwicklungs- und Schwellenländer) in Hinblick auf das jeweilige örtliche Gesundheitssystem weniger bereist werden als moderne Industrienationen. Auch die Entfernung und die Anreise wird eine Rolle spielen; ein Trip an die Ostsee, wo man täglich im Notfall mit dem eigenen Auto abreisen kann oder Mallorca, von wo täglich 50 Flüge in zwei Stunden nach Deutschland starten, werden eher bereist werden als ein Fernziel, wo es nur eine Handvoll Flüge nach Deutschland gibt.

    Ich füge noch hinzu, dass es auch eine Rolle spielt, wie lang die Corona-Krise noch anhält und mit welchen Einschränkungen und Schreckensmeldungen noch zu rechnen ist. Beruhigt sich die Lage schnell, werden die Leute auch schneller zurück zur Normalität kehren, was auch das Reisen beinhaltet. Dauert die Krise länger an, werden die Leute noch vorsichtiger und skeptischer werden; es wird sich Unmut ausbreiten, “dann eben dieses Jahr nicht in den Urlaub zu fahren”.

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