Da zwischen eigentlichem Flug und Veröffentlichen des Reviews oftmals Wochen vergehen, möchten wir Euch über unser neues Format “Erste Eindrücke aus…” bereits frühzeitig einen Einblick in unsere Flugerlebnisse geben. Nachdem Leo Euch bereits die Thai Airways Business Class im Airbus A350 vorgestellt hat, berichte ich heute über die Thai Airways First Class in der guten alten Boeing 747!

Thai Airways Boeing 747 München

Nach einem Zubringer in der Lufthansa Business Class nach München und einem Zwischenstopp in der durchaus empfehlenswerten Lufthansa Senator Lounge München startete rund eine Stunde vor Abflug das Boarding. First Class Passagiere durften als zweites, direkt nach den Passagieren mit körperlichen Einschränkungen boarden. Dies nahm mein Mitpassagier auf 1A direkt zum Anlass, sich lautstark beim Gate-Personal und anschließend auch bei der Kabinenbesatzung über den in seinen Augen katastrophalen Service zu beschweren. Seine Begleitung durfte derweil nicht in der First Class Kabine Platz nehmen, sondern musste ihren Sitzplatz in der Economy Class einnehmen. Der Call-Button wurde vor Takeoff sicher ein Dutzend Male betätigt, alleine die Tatsache, dass das Entertainment System erst nach Abheben vollumfänglich funktionieren sollte, nahm man für drei Beschwerden zum Anlass. Dennoch: Auch nach mehrfachem Hinweis auf den gezahlten Ticketpreis war die wirklich bemühte Besatzung nicht in der Lage, das System anzuschalten. Laut seiner Aussage geht es daher beim nächsten Mal mit Emirates nach Thailand. Klare Prioritätensetzung in der First Class!

Da ich persönlich meinen Flug (übrigens zu einem Zwanzigstel seines Preises gebucht) jedoch eher entspannt und ohne permanentes Beschwerdemanagement genießen wollte, zog ich zwischenzeitlich von 1F auf den Sitz 3F um. Dieser bot aufgrund der nur halb gefüllten Kabine vergleichsweise viel Privatsphäre. Etwas nachteilig war hier allerdings die Nähe zu den Toiletten und zur gigantischen Galley, die sich über die gesamte Länge der Business Class im Unterdeck erstreckt.

Thai Airways Boeing 747 First Class Kabine

Den kulinarischen Genüssen an Bord war der Sitzplatz aber eher zuträglich. Von den netten Flugbegleitern wurde ich bestens versorgt. Man bot hier unter anderem einen tollen Kaviar Service, sehr schmackhaftes thailändisches Essen und ein durchaus respektables Frühstück. Insgesamt wirklich ein tolles Catering, welches sich noch einmal deutlich von dem der Business Class abhebt.

Thai Airways Kaviar ServiceThai Airways Dessert

Der Service an Bord war grundsätzlich sehr herzlich, freundlich und bemüht. Vergleichbar mit Singapore Airlines oder japanischen Airlines war dieser aber eher nicht. Letztere setzen ja eher auf Perfektion und legen Wert auf einen sehr formalen Service. Bei Thai war das ganze eher weniger poliert, dafür aber eine gute Spur natürlicher. Insgesamt eine wahnsinnig nette Crew, die sich wirklich sehr gut um ihre Passagiere gekümmert hat!

Thai Airways Boeing 747 First Class

Am nächsten Morgen wurde ich am Flughafen von Bangkok direkt am Gate abgeholt. Dort brachte man mich erst zum Transferschalter für Inlandsflüge. Nachdem die Verwechslung aber aufgeklärt war, ging es doch zur Immigration. Die Schlange an der Priority Lane war dem Mitarbeiter von Thai aber offensichtlich zu lang, weshalb er mich in einen speziellen Bereich brachte, wo die Einreiseformalitäten im Sitzen an einem Schreibtisch erledigt wurden. Eine etwas surreale Erfahrung, aber ich stand innerhalb von fünf Minuten am Gepäckband, wo Leo bereits auf mich wartete!

Erste Eindrücke aus der Thai Airways First Class

Der Flug mit Thai Airways war durchweg sehr angenehm, die Airline bietet einfach eine grundsolide First Class mit tollem Service und schmackhaftem Catering. Der echte Wow-Faktor blieb zwar aus und es gibt in meinen Augen First Class Produkte, die in gewissen Bereichen einfach mehr bieten, dennoch würde ich auch in Zukunft immer wieder gerne mit Thai fliegen. Bis auf die Lounge am Flughafen München steht die First Class von Thai der von Lufthansa in meinen Augen nämlich in keinerlei Hinsicht nach und ist damit die beste Wahl für Direktflüge zwischen Deutschland und Bangkok.

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Autor

Severin ist seit ein paar Jahren in der Vielfliegerszene aktiv. Angefangen mit regelmäßigen Daytrips nach ganz Europa hat es ihn immer weiter in die Welt getrieben. Auf reisetopia teilt Severin besonders seine Tipps, um günstig durch Europa zu fliegen!

  • Kaviarservice?
    Das war einmal, als dieser noch aus einem grösseren Glas verteilt wurde.
    Du hättest mal auf die kleine Dose einen Blick werfen sollen.
    “MADE IN POLAND”…ich wusste bis dato nicht, dass in Polen so was produziert wird. Ausserdem waren das ehe “Liebesperlen” – von der Grösse her.
    Immigration im Sitzen…wo warst du denn? Nicht Suvarnabhumi…so ein Quatsch…seperat zu allen anderen, mehr nicht!

    • Hallo Wolfgang,
      beim Thema Kaviar scheinst du dich besser auszukennen als ich, unabhängig von der Qualität finde ich aber die Präsentation und die Tatsache, das man überhaupt welchen anbietet, durchaus lobenswert.
      Die Immigration war definitiv im Sitzen an einem Schreibtisch beim Immigration Officer. Direkt angrenzend zu der normalen Schlange gab es rechts einen abgetrennten Bereich, in dem einzelne Beamten an Tischen saßen. Man sollte sich neben die Beamten auf einen Stuhl setzen, in die Kamera schauen und bekam den Pass gestempelt. Danach wurde ich vorbei an unbesetzten Schaltern nach draußen begleitet. Ich hab es auch nach zahlreichen Besuchen dort zum ersten Mal erlebt, was wohl der extrem langen Schlange an der regulären Priority Schlange geschuldet war.
      Viele Grüße
      Severin

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