Meine Rückreise vom reisetopia Meeting auf Bali begann ich in Bangkok mit einem Flug in der Thai Business Class nach Peking. Von dort aus ging es in der Air China First Class weiter nach Frankfurt und schließlich mit Lufthansa nach Hamburg. Bevor ich alle Details in den jeweiligen Reviews zusammenfasse, möchte ich Euch in diesem Artikel einen ersten Eindruck von beiden Produkten verschaffen!

Unfall in Phuket und eine ausbaufähige First Class Lounge

Da kein anderer Flug verfügbar war, hatte ich für meinen Weg von Bangkok nach Peking einen Nachtflug mit Thai Airways mit kurzem Zwischenstop in Phuket gebucht (was man nicht alles macht für ein Review!). Beim Anflug auf Phuket gab es dann allerdings Probleme mit der Landebahn, sodass wir kurzfristig nach Krabi umgeleitet wurden. Nach zwei relativ kommunikationsarmen Stunden auf dem Rollfeld ging es dann um kurz vor 23 Uhr nach Phuket, wo die Ausreise in kürzester Zeit anstand. Wenig später ging es dann aber in der Boeing 777 los nach Peking. Das Produkt, das Thai Airways auf Kurz- und Mittelstrecken bietet, ist dabei kein so richtiges Highlight, vor allem bei einem Nachtflug. Die Sitze sind in einer 2-2-2 Bestuhlung angeordnet und lassen sich zu einem angewinkelten Bett herunterfahren.

Thai Airways Regional Business Class Boeing 777 3Thai Airways Regional Business Class Boeing 777 4

Dies waren meine ersten Erfahrungen mit angewinkelten Liegesitzen und ich muss sagen, dass das nicht so schnell noch einmal sein muss. Für einen Tagflug absolut kein Problem, aber für die Nacht wirklicht nicht besonders angenehm. Da ich die ganze Zeit den Sitz heruntergerutscht bin, war der Schlaf eher schlecht. Nach cairca zwei Stunden habe ich den Sitz dann hochgefahren und im Sitzen geschlafen, was insgesamt deutlich besser ging, sodass ich dann am Ende das Fazit gezogen habe, dass Economy es im Vergleich dann auch getan hätte.

Thai Airways Regional Business Class Boeing 777

Der Service bei Thai war dagegen sehr gut und auch das Essen konnte überzeugen, wenngleich ich ein Hünchen-Reis Gericht nicht unbedingt als das optimale Frühstück ansehe. Morgens um halb sieben landete ich dann in Peking, wo es um 14 Uhr weiter gehen sollte. Ich hatte die Hoffnung gehabt, für einige Stunden mit dem Transit Visum einreisen zu können und mit Peking anschauen zu können, was jedoch leider nicht möglich war. Der “freundliche” Einreise-Officer blaffte mir bei der Vorlage meiner Reiseunterlagen ein “too short” entgegen, womit sich das ganze dann erledigt hatte.

Aber kein Problem, denn es wartete ja bereits ein Highlight im Flughafen auf mich: Die Air China First Class Lounge! Bevor Ihr jetzt zu aufgeregt werdet, sollte ich erwähnen, dass das Business Class Pendant gegenüber bei mir um den Platz der schlechtesten Airline-Lounge konkurriert und die First Class Lounge darüber hinaus Teil von Priority Pass ist.

Air China First Class Lounge PekingAir China First Class Lounge Peking 3

Insgesamt war die Lounge dann tatsächlich nicht ganz so schlimm wie erwartet, denn es gab einigermaßen leckeres Essen (wenn auch sehr Chinesisch) und die Lounge war angenehm groß und wenig besucht. Trotzdem ist das natürlich meilenweit davon entfernt, was andere Airlines in der First Class am Boden anbieten und ich frage mich ernsthaft, warum Air China hier nicht mehr bietet, denn das was im Flugzeug wartete, war wirklich ein echtes First Class Erlebnis. Unter den Priority Pass Lounges gehört die Lounge aber definitiv zu den besseren!

Alleine in der First Class

Als ich dann beim Boarding ankam, war ich zuerst etwas enttäuscht, denn am Gate stand eine Boeing 777 und keine 747-8, auf die ich gehofft hatte. Zuerst etwas skeptisch, ob es denn überhaupt eine First Class gibt, ging ich also ins Flugzeug und fand mich tatsächlich in der First Class Kabine wieder, wo die Crew bereits auf mich wartete, um mir mitzuteilen, dass ich heute der einzige Passagier wäre – der Hammer!

Die Kabine selbst kann man als typische “normale” First Class bezeichnen. Zwei Reihen in einer 1-2-1 Bestuhlung mit großen Sitzen, gestaltet als offene Suiten. Während in der Mitte keine Overhead-Bins zu finden sind, gibt es an den Fensterreihen welche.

Air China First Class Boeing 777 Kabine

Der Sitz selbst hat mir sehr gut gefallen. Alles ist intuitiv angebracht, die Steuerung funktioniert sehr gut und die Polsterung ist sehr bequem.

Air China First Class Boeing 777 Sitz

Was diesen Flug allerdings extrem besonders gemacht hat, war der Service. Ich habe selten einen so genialen Service im Flugzeug erlebt und darüber hinaus so gutes Essen genossen. Ich war etwas mutig und habe die chinesische Option gewählt, was sich mehr als bezahlt gemacht hat. Die Vorspeisen, genau wie die Ente, die ich als Hauptgericht hatte, sowie das (etwas zu ausführliche) Dessert waren extrem lecker.

Air China First Class Dessert

Auch das Bett, das ich auf diesem Tagflug nur testweise genutzt habe, war sehr bequem und sollte für einen guten Schlaf auf Reisen sorgen. Natürlich kann dieser positive Gesamteindruck auch davon kommen, dass ich der einzige Passagier war, aber ich empfand den Service auch unabhängig davon als überdurchschnittlich gut.

Fazit zu meiner Heimreise aus Bali

Meine beiden Flüge nach Hause waren gewissermaßen ein Gegensatz in Sachen Premium-Erlebnis. Während ich bei Thai sogar das Gefühl hatte, dass ein Economy Ticket es auch getan hätte, wurde ich von Air China mehr als positiv überrascht. Obwohl natürlich in Sachen Review sehr gut, bin ich nicht sicher, ob ein solches Routing für den Heimweg von Bali (Bali-Singapur-Bangkok-Krabi-Phuket-Peking-Frankfurt-Hamburg) so die beste Alternative ist, nächstes Mal dann vielleicht doch mit einem Stop weniger!

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Autor

Seit dem ersten Flug in der Business Class ist Jan besessen von Meilen & Punkten. Als Flug- und Reiseverrückter genießt er dabei den Weg ans Ziel mindestens genau so wie die schlussendliche Destination. Auf reisetopia gibt er Euch wichtige Tipps und hält Euch über aktuelle Deals auf dem Laufenden!