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Was sind Bestpreisgarantien von Hotelketten?

Schon häufiger habt Ihr bei uns von sogenannten Bestpreisgarantien der großen Hotelketten gehört. Was sich in der Theorie einfach anhört, kann bei einigen Ketten ein durchaus schwieriges Unterfangen sein.

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Wir stellen Euch das Prinzip von Bestpreisgarantien vor und zeigen außerdem, wann und warum es bei der Nutzung oftmals zu Problemen kommt.

Das einfache Prinzip der Bestpreisgarantie

Hotels haben einen großen Kostenpunkt bei der Distribution Ihres Produktes: Provisionen für Vermittler. Dies gilt für individuelle Hotels genauso wie für große Hotelketten, die für Eure Buchung auf Portalen wie Expedia, eBookers oder Booking.com oftmals zweistellige Anteile Ihres Umsatzes einbüßen müssen. Um Gäste zu motivieren direkt bei der Kette zu buchen wurden die Bestpreisgarantien ins Leben gerufen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Findet Ihr einen günstigeren Preis, als den vom Hotel direkt aufgerufenen, passt das Hotel sich diesem an und es gibt somit keinen Grund mehr bei anderen Portalen zu buchen. Darüber hinaus entstanden weitere Vorteile, die auf das Versprechen der Anpassung des Übernachtungspreises an die Konkurrenz eingeführt wurden, um noch weiter von einer Direktbuchung zu überzeugen.

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Hotelketten möchten Euch in jedem Fall zur Direktbuchung animieren

Dabei unterscheiden sich die einzelnen Benefits der Bestpreisgarantien stark. Bei Starwood gibt es wahlweise einen zusätzlichen Rabatt von 20 Prozent auf die Rate bei der Konkurrenz oder 2.000 Starpoints, bei Hilton gibt es 25 Prozent Rabatt. Hyatt bietet aktuell ebenfalls weitere 20 Prozent Rabatt, wird aber demnächst auf einen 50 US Dollar Gutschein für spätere Übernachtungen wechseln. IHG bietet mit der eigenen Bestpreisgarantie etwas ganz Besonderes und schenkt Euch bei einem akzeptierten Bestpreisgarantie-Fall die erste Nacht. Generell sind die Angebote aber allesamt recht attraktiv, denn egal, ob ein weiterer Rabatt oder eine kostenfreie Nacht, mit der Bestpreisgarantie ist die Buchung direkt bei der Kette immer die beste Option.

Wie läuft ein Bestpreisgarantie-Fall ab?  

In den meisten Fällen ist für die Einreichung eines Bestpreisgarantie-Falles die vorherige Buchung bei der Kette nötig. Habt Ihr eine Buchung getätigt, gibt es ein Formular zur Einreichung des Bestpreisgarantie-Falles, welches Ihr ausfüllt und abschickt. Hier gebt Ihr auch die Buchungsseite an, auf der Ihr das gebuchte Hotel günstiger gefunden habt.

Hier findet Ihr die Bestpreisgarantie-Formulare der wichtigsten Hotelketten:

Nach einiger Zeit meldet sich die Kette und teilt Euch mit, ob Euer Fall akzeptiert wurde oder nicht. Dabei ist noch zu beachten, dass Ihr in so gut wie allen Fällen den Claim innerhalb von 24 Stunden nach der Buchung einreichen müsst, damit er berücksichtigt werden kann. Wird der Claim akzeptiert erhaltet Ihr das jeweilige Benefit für Euren Aufenthalt (Rabatt, Punkte oder Freinacht, je nach Kette)

Funktionieren die Bestpreisgarantien? 

Das ist die große Frage, die man sich vor allem beim erstmaligen Nutzen der Bestpreisgarantie stellt. Um es kurz vorweg zu nehmen: Ja, die Bestpreisgarantien funktionieren hervorragend. Unser Team von reisetopia nutzt diese in jeder erdenklichen Situation und konnte schon so einige Rabatte in Hilton, Hyatt oder SPG Hotels genießen und auch die ein oder andere kostenfreie Nacht in IHG Hotels verbringen, wie Ihr auch an den zahlreichen Reviews von InterContinental Hotels seht.

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Bei IHG gibt es mit der Bestpreisgarantie sogar eine kostenlose Nacht

Das Problem liegt eher in der richtigen Benutzung dieser Garantien, denn tut man dies nicht führen sie zu großer Frustration.

Was ist das Problem bei der Nutzung von Bestpreisgarantien? 

Um es kurz und knapp zu sagen: Das magische Wort „Terms & Conditions“. Jede einzelne Bestpreisgarantie hat teils seitenlange Bedingungen, in der man die „Garantien“ möglichst stark einschränkt. So kann man mit einem Versprechen werben, muss dieses aber nicht zwangsläufig auch halten. Ihr müsst bei der Nutzung von Bestpreisgarantien also immer darauf achten, genau zu schauen, wann diese wirklich greift. In vielen Fällen müsst Ihr für Euer gebuchtes Zimmer die gleichen Stornierungsbedingungen für die exakt gleiche Zimmerkategorie bei der Konkurrenz finden. Dazu kommen Einschränkungen wie die Währung, in der die jeweilige Seite Eure Kreditkarte belastet, ob das Zimmer direkt eingebucht wird oder nur angefragt wird oder nur einen Hotelgutschein ausstellt.

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Die Bestpreisgarantien unterscheiden sich je nach Hotelkette stark

Vor allem bei IHG ist man auf Grund des zugegebenermaßen sehr großzügigen ‚Preises’ für einen akzeptierten Bestpreisgarantie-Fall in den letzten Jahren sehr kreativ geworden. Nur mehr die „günstigste auf der IHG-Seite buchbare Rate“ wird akzeptiert. Ist also nur eine nicht stornierbare Rate buchbar, müsst Ihr diese buchen, um überhaupt eine Chance auf einen erfolgreichen Claim zu haben. Die Liste für die Einschränkungen könnte ich ewig fortführen, aber ich denke der Punkt ist klar. Die Hotelketten machen die Regeln für die Bestpreisgarantien und an diese müssen wir uns halten, wenn wir gewinnen wollen.

Einige Ketten sind bei der Bespreisgarantie sehr restriktiv, andere offener. Gleichzeitig steigt mit den Einschränkungen allerdings auch meist der Wert des Erfolges.

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Bei SPG ist die Bestpreisgarantie wesentlich einfacher als bei anderen Ketten

Ihr solltet bei der Nutzung einer Bestpreisgarantie also immer darauf achten die Bedingungen ganz genau zu lesen und überprüfen, ob Euer Fall diesen entspricht. Ist dies der Fall könnt Ihr mit den Bestpreisgarantien eine Menge Rabatt, kostenfreie Nächte und insgesamt viel Spaß haben!

Fazit zu Bestpreisgarantien bei Hotelketten

Bestpreisgarantien sind für die Hotelketten vor allem eines: Ein enorm starkes Werbemittel, mit dem Kunden animiert werden, direkt zu buchen. Auf der anderen Seite könnt Ihr als Kunden, aber genauso von diesen profitieren. Wenn Ihr es richtig anstellt, warten tolle Hotelaufenthalte auf Euch!

Jan Wanderer

Seit dem ersten Flug in der Business Class ist Jan besessen von Meilen & Punkten. Als Flug- und Reiseverrückter genießt er dabei den Weg ans Ziel mindestens genau so wie die schlussendliche Destination. Auf reisetopia gibt er Euch wichtige Tipps und hält Euch über aktuelle Deals auf dem Laufenden!

Ihr habt eine Frage? Schreibt einfach an jan.wanderer@reisetopia.de!

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