Air France und KLM nehmen sich ein Vorbild an der Lufthansa und gründen eine Airline nach dem Modell von Eurowings. Zumindest in der Theorie, denn einiges soll auch anders sein.

Eine Billigfluglinie wollen Air France und KLM nicht gründen. Diese haben sie mit Transavia ja auch bereits im Haus. Auch die Air France-Tochter Hop, die einige Kurzstrecken operiert, kommt mit deutlich niedrigeren Kosten als Air France selbst daher. Statt einer weiteren Airline diesen Typs wollen die beiden Airlines für die Langstrecke allerdings eine Tochter schaffen, die zwar günstig ist, aber keine Billigfluggesellschaft. Das Service-Niveau soll etwas unter dem von Air France, dafür aber deutlich über dem von Billigfliegern liegen. Was allen voran sinken soll sind die Kosten. Das gilt besonders für das Personal.

Neue Airline soll im Winter 2017 erstmals starten

Die neue Airline, die bislang keinen Namen bekommen hat, soll bereits im Winter 2017 erstmals fliegen. Der straffe Zeitplan hängt auch damit zusammen, dass Air France auf der Langstrecke in Richtung Asien seit Jahren mit schweren Verlusten zu kämpfen hat. Bis 2020 soll die Flotte der neuen Tochter von Air France und KLM bereits auf zehn Flugzeuge anwachsen. Welche Maschinen das sein werden, ist bislang noch nicht klar.

Air France Airbus A330-200
Der Name der neuen Airline steht bislang noch nicht fest

Fest steht dagegen schon, dass das Komfortniveau der Flugzeuge deutlich höher sein soll als beispielsweise das der Lufthansa. Zum Einsatz kommen soll die neue Airline hauptsächlich in Richtung Asien, wo Air France und KLM damit zu kämpfen haben, dass die Airlines vom Golf ihnen das Geschäft kaputt machen, indem sie günstiger produzieren und entsprechend die Tickets zu geringeren Preisen anbieten können.

Echte Business Class bei neuer Airline

Die neue Airline von Air France und KLM soll unter anderem echte Liegesitze in der Business Class haben. Die Bestuhlung wird sich im Vergleich zu Air France also wohl kaum verändern. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es schlichtweg eine deutlich kleinere Business Class gibt. Sparen will Air France allgemein an einer anderen Stelle.

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Die neue Airline soll eine Business Class mit Liegesitzen bieten

So sollen die Piloten der neuen Airline mehr Stunden für denselben Lohnen arbeiten, den sie bislang bei Air France erhalten. Das Kabinenpersonal soll neu eingestellt werden und geringere Löhne und weniger Vorteile erhalten. Man kann entsprechend davon ausgehen, dass Air France noch einigen Gegenwind von der Belegschaft bekommt.

Fazit zur neuen Tochter von Air France und KLM

Überraschend gehen Air France und KLM einen anderen Weg als die Lufthansa. Statt einer Eurowings ohne echte Business Class und mit begrenztem Inklusivangebot, soll die neue Tochter eine Art Premium-Airline “light” werden. Für Passagiere könnt das Modell interessant werden: Günstige Preise und hoher Komfort auf Strecken mit großer Konkurrenz könnten eine attraktive Möglichkeit sein, um zukünftig nach Asien zu fliegen! Mittelfristig ist zudem geplant, dass das Angebot auch auf Strecken in andere Weltregionen erweitert wird. Man kann gespannt sein.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels auf der ganzen Welt. Mittlerweile konnte er über 500 verschiedene Hotels testen und dabei mehr als 100 Städte auf allen Kontinenten kennenlernen. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben!

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